Grading: Kaffeebewertung im Mittelpunkt

16. Mai 2025
Grading: Kaffeebewertung im Mittelpunkt

Grading zur Qualitätsmessung von Kaffee: Die beste Bohne für den besten Geschmack

Ob sanft nussig, blumig-fruchtig oder vollmundig mit schokoladigen Noten – der Geschmack eines Kaffees beginnt lange bevor, Wasser auf gemahlene Bohnen trifft. Eine zentrale Rolle für Qualität und Genuss spielt das sogenannte Grading, also die Einstufung und Klassifizierung von Kaffeebohnen. Dieser Prozess findet meist direkt nach der Ernte statt und entscheidet maßgeblich darüber, welche Bohnen zu hochwertigen Spezialitätenkaffees verarbeitet werden – und welche nicht. Doch was genau bedeutet Grading, wie funktioniert es, und woran erkennen Expert:innen wirklich gute Kaffeebohnen? In diesem Beitrag tauchen wir ein in die spannende Welt der Kaffeeklassifizierung. Erfahre mehr und verstehe, warum Die Barista immer auf höchste Qualität setzen! Kostproben gibt es bequem im Onlineshop auf diebarista.com. Schau dich um und informiere dich hier auch über unser Kaffee-Catering für Events und Messen!

 

Was ist Kaffee-Grading?

Grading beschreibt die sorgfältige Prüfung und Einteilung von Kaffeebohnen nach verschiedenen Qualitätsmerkmalen. Im Zentrum stehen dabei in der Regel die physische Eigenschaften der Bohne. Manche Gradings umfassen aber auch das sensorische Profil in der Tasse: Eindrücke wie Aroma, Säure, Körper und Geschmack fließen in die Bewertung mit ein. Das Ziel ist jedoch immer dasselbe: die Qualität möglichst objektiv messbar zu machen, damit Produzent:innen, Röster:innen und Konsument:innen weltweit die richtigen Entscheidungen treffen können. Ein konsistentes Grading sorgt dafür, dass nur Bohnen mit den besten Voraussetzungen für ein komplexes und harmonisches Geschmackserlebnis in den Handel gelangen – eine Grundlage für Transparenz und Qualität entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

 

Kriterien der Bewertung beim Kaffee-Grading

Bei der physischen Beurteilung der Bohnen stehen zunächst Größe, Form, Farbe und Dichte im Vordergrund des Gradings. Die Bohnen werden oft maschinell, aber auch manuell nach ihrer Siebgröße sortiert – je größer die Bohne, desto höher gilt in vielen Anbauländern der mögliche Qualitätsgrad. Besonders eindrucksvoll zeigt sich das etwa bei der sogenannten Elefantenbohne, auch Maragogype genannt, die mit ihrer außergewöhnlich großen, porösen Struktur auffällt und als Rarität im Spezialitätensegment gehandelt wird. Neben der Größe sind beim Grading auch Farbe und Gleichmäßigkeit der Bohnen entscheidend. Unreife oder überreife Bohnen, Verfärbungen, Flecken oder Risse können Hinweise auf ungenügende Aufbereitung oder Lagerung sein.

Ein weiterer zentraler Aspekt beim Grading ist die Erfassung von Defekten. Diese reichen von gebrochenen oder schwarzen Bohnen bis hin zu Fremdkörpern wie Steinchen, Holzstücken oder Insektenresten. Solche Mängel beeinflussen nicht nur die Qualität des Röstvorgangs, sondern auch den Geschmack – teils sogar gravierend. Defekte werden je nach Klassifizierungssystem unterschiedlich gewichtet, und es gibt klare Grenzwerte, wie viele Fehler eine bestimmte Menge Bohnen enthalten darf, um noch in eine bestimmte Qualitätsstufe zu fallen. Ziel ist immer, ein möglichst homogenes Rohkaffee-Los zu erzeugen, das sich einheitlich und kontrolliert rösten lässt.

 

Was Kontrolleure beim Grading als fehlerhaft beurteilen

Bei der Qualitätskontrolle des Gradings werden diejenigen Bohnen aus dem Verkehr gezogen, die den hohen Anforderungen nicht gerecht werden. Kontrolliert wird bereits beim Sortieren und Trocknen – häufig per Hand und unterstützt durch Sortiermaschinen.
Aussortiert werden unter anderem gebrochene Bohnen, unreife Kirschen, fermentierte oder vergorene Bohnen sowie solche mit Insektenbefall, Schimmel oder unangenehmen Gerüchen. Auch Bohnen mit ungewöhnlicher Form, fehlendem Glanz oder unregelmäßiger Farbe gelten als problematisch. Fremdkörper wie Steine, Holzsplitter oder metallische Rückstände werden ebenfalls konsequent entfernt. Diese sorgfältige Aussortierung ist entscheidend für die gleichmäßige Röstung und den reinen Geschmack – und bildet die Grundlage für eine vertrauensvolle Lieferkette zwischen Anbau, Röstung und Konsum.

 

Grading nach der Brazil/Brasilianische Methode

Physische Verfahren des Kaffee-Gradings konzentrieren sich auf die äußerliche und technische Qualität der Bohnen. Eines der bekanntesten ist die sogenannte brasilianische Methode, auch New York-Methode genannt. Sie kommt ursprünglich aus Brasilien – dem größten Kaffeeproduzenten der Welt – und basiert auf der Zählung und Gewichtung von Defekten in einer genau bemessenen Stichprobe von 300 Gramm Rohkaffee. Dabei werden die Bohnen nach sichtbaren Fehlern untersucht, die entweder intern (z. B. schwarze, saure, zerquetschte Bohnen) oder extern (z. B. Fremdkörper, Schädlingsspuren) sein können. Jeder Fehler bekommt einen bestimmten Punktewert zugewiesen, und die Summe dieser „Defektpunkte“ entscheidet über die Klassifizierung der Bohnen in sogenannte Grade – von „Strictly Soft“ über „Soft“ bis hin zu „Rioy“, das für minderwertige Qualitäten mit muffigem Geschmack steht.

Diese Methode ist zwar aufwendig, bietet jedoch ein sehr transparentes Bild der physikalischen Bohnenqualität – insbesondere für industrielle Großabnehmer:innen und Händler:innen, die klare Vorgaben für ihre Lieferketten brauchen.

 

SCAA Scoring als Grading-Variante

Eine der international renommiertesten Methoden zur sensorischen Bewertung von Kaffeebohnen stammt von der Specialty Coffee Association of America – kurz SCAA, heute Teil der globalen SCA (Specialty Coffee Association). Diese Organisation hat mit dem SCAA Scoring ein standardisiertes Punktesystem etabliert, das besonders hochwertige Kaffees auf Grundlage ihres Geschmacksprofils bewertet. Dabei fließen zahlreiche Faktoren in das Grading ein, darunter das Aroma der gemahlenen Bohne, die Ausgewogenheit, Säurestruktur, Klarheit, Süße und der Nachgeschmack in der Tasse.

Der Bewertungsbogen des Gradings umfasst eine Skala von 0 bis 100 Punkten. Kaffees, die über 80 Punkte erzielen, gelten als Spezialitätenkaffees – eine Auszeichnung, die für außergewöhnliche Qualität steht. Die besten Bohnen erreichen Werte von 88 Punkten oder mehr. Diese Grading-Methode ist besonders hilfreich, um Kaffees sensorisch zu differenzieren und ihre einzigartigen Eigenschaften sichtbar zu machen – für Profis in der Rösterei ebenso wie für ambitionierte Baristas.

 

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Bei Die Barista ist Grading weit mehr als eine technische Klassifizierung – es ist ein Qualitätsversprechen. Wir arbeiten ausschließlich mit Bohnen, die in Bezug auf Reinheit, Größe und sensorische Eigenschaften unsere hohen Ansprüche erfüllen. Unsere Lieferant:innen wählen wir mit größter Sorgfalt aus. Unser Ziel ist es, Kaffees anzubieten, die sowohl geschmacklich als auch ethisch überzeugen. Deshalb achten wir neben den Grading-Ergebnissen auch auf ökologische Aspekte und faire Handelspraktiken. Stöbere jetzt in unserem Sortiment auf diebarista.com und entdecke Kaffees, die mit Leidenschaft, Know-how und Respekt für das Produkt ausgewählt und schonend im Trommelröstverfahren geröstet wurden. Gerne bereiten wir den Kaffee auch professionell und stilvoll für dich und deine Gäste zu: Lerne das Kaffee-Catering für Events und Messen kennen und freue dich auf deine nächste Veranstaltung mit Unterstützung von Die Barista!