Heißgetränk: Wissenswertes zur Geschichte und den beliebtesten Arten von heißen Getränken
„Heißgetränk“ – klingt irgendwie technisch oder bürokratisch. Dahinter verbirgt sich aber die ganze duftig-warme Palette von heißer Schokolade mit Sahne bis Latte Macchiato, von Glühwein bis Grog, von heißer Zitrone bis Hustentee. Erfahre auf diebarista.com mehr über die Geschichte der Heißgetränke und lerne Wissenswertes über die drei Lieblinge Tee, Kakao und Kaffee. Ausgesuchte Kaffeesorten kannst du übrigens gleich im Onlineshop von Die Barista bestellen. Außerdem findest du auf der Website weitere Informationen über unser professionelles Kaffee-Catering für Messen und Events oder unsere Kaffeekonzepte für Unternehmen und Gastronomie!
Heißgetränk – eine Definition
Grundsätzlich handelt es sich bei einem Heißgetränk um etwas, das mit einer heißen Flüssigkeit zubereitet und warm – bei rund 60°C – genossen wird: Zu heiß ist auch nicht gut! Daher gilt für die Zubereitung: Kochendes Wasser ist nicht immer die beste Wahl. Gerade bei Tee und Kaffee sollte die Temperatur knapp unter dem Siedepunkt liegen, damit die Aromen optimal zur Geltung kommen und nicht bitter werden. Heißgetränke bieten nicht nur wärmenden Genuss, sondern regen durch Inhaltsstoffe wie Koffein oder Theobromin auch die Sinne an.
Zu den Klassikern unter den Heißgetränken gehören natürlich Kaffee, Tee und heiße Schokolade. Bei allen drei Varianten spielt heißes Wasser oder Milch eine Hauptrolle: Es löst die Aromen und macht das Getränk überhaupt erst trinkfertig. Doch Heißgetränke sind vielfältiger, als man denkt. Nehmen wir etwa Glühwein oder Punsch. Hier trifft heißes Wasser auf Alkohol, Gewürze wie Zimt und Nelken entfalten dabei ihre würzige Note – perfekt für kalte Wintertage.
Geschichte – von der Suppe zum Seelenwärmer
Die Geschichte der Heißgetränke ist überraschend und zeigt, wie sehr sich unsere Ess- und Trinkkultur verändert hat. Ursprünglich stammen Heißgetränke von den Suppen ab. Tatsächlich waren warme, flüssige Mahlzeiten in Mitteleuropa bis ins 17. Jahrhundert hinein weit verbreitet, besonders morgens und abends. Man genoss also eher salzige Suppen anstatt der süßen Getränke, die wir heute kennen.
Mit der Einführung von Kolonialwaren wie Kaffee, Tee und Kakao änderte sich das. Diese neuen Heißgetränke aus den Überseegebieten waren teurer Luxus – und dementsprechend anfangs nur für den Adel und wohlhabende Kaufleute zugänglich. Sie verbreiteten sich jedoch bald, und im 18. und 19. Jahrhundert konnten sich immer mehr Menschen diese „Luxusgetränke“ leisten bzw. kreierten mit Erfindergeist Ersatzgetränke wie Malzkaffee (häufig auch als „Muckefuck“ bezeichnet).
Die wachsende Beliebtheit von Kaffee und Co. führte nicht nur zu einer neuen Trinkkultur, sondern veränderte auch den Speiseplan: Als Begleitung zu den Heißgetränken stieg der Konsum von Brot, Süßspeisen und Kuchen stark an. So wurden aus den nahrhaft-salzigen Suppen die beliebten Seelenwärmer, wie wir sie heute unter „Heißgetränken“ verstehen.
Das älteste Heißgetränk: Tee
Tee ist vermutlich das älteste Heißgetränk der Welt, doch viele der bei uns erhältlichen „Tees“ sind eigentlich keine echten Tees. Häufig handelt es sich dabei um Aufgussgetränke aus Kräutern, Früchten oder anderen Pflanzen. Das namensgebende Original, der eigentliche Tee, ist eine eigene Pflanze, die vorwiegend in Asien wächst – dort, wo die Geschichte des Tees ihren Ursprung fand. Die vor allem in Ostasien gedeihende Wildpflanze wird in China bereits seit rund 2.000 Jahren kultiviert und gezüchtet. Auch Japan, Indien und Sri Lanka (Ceylon) haben jahrhundertealte Tee-Traditionen. Die Teepflanze benötigt warme, feuchte und sonnige Bedingungen, weshalb neben den klassischen asiatischen Teeanbauländern auch einige afrikanische Länder eine bedeutende Rolle in der Teewelt spielen.
Interessanterweise kam der Tee nicht etwa über Großbritannien nach Europa, sondern wurde Anfang des 17. Jahrhunderts von den Niederländern eingeführt, als eine Ladung grüner Tee aus dem damaligen Niederländisch-Ostindien ankam. Wenig später verbreitete der britische Kolonialismus den Schwarztee weiter in Europa. In Deutschland entwickelten die Ostfriesen die erste eigene Teekultur, beeinflusst vermutlich durch die Nähe zu den Niederlanden.
Kakao und Schokolade als Heißgetränk
Schon um 1500 v. Chr. nutzten die Olmeken, die an der Golfküste Mexikos lebten, den Kakaobaum. Rund dreitausend Jahre später bereiteten auch die Azteken ein heißes Getränk aus Kakaobohnen und scharfen Gewürzen zu, das sie „Xocoatl“ nannten – was „herb-säuerliches Wasser“ bedeutet. Von diesem Begriff leitet sich unser Wort „Schokolade“ ab. Die Maya nannten die Pflanze „ka-ka-wa“, woraus unser heutiges Wort „Kakao“ entstanden ist.
Im 16. Jahrhundert brachten spanische Kolonialherren den Kakao nach Europa, wo ein spanischer Hofbeamter das bittere Getränk mit Zucker verfeinerte. So wurde Kakao an den europäischen Fürstenhöfen immer beliebter. Erst deutlich später, im 18. oder 19. Jahrhundert entwickelte man Techniken, um Kakaobohnen zu Kakaobutter und Kakaopulver zu verarbeiten.
Heute wächst Kakao auch in Gebieten Afrikas, Asiens und Ozeaniens. Seine länglichen Früchte sind etwa 25 cm lang. Im Inneren der Früchte befinden sich die hellen Kakaobohnen. Diese werden fermentiert, getrocknet und vor der endgültigen Verarbeitung geröstet. Durch feines Mahlen und Pressen entstehen Kakaobutter – als Grundbestandteil von Schokolade – und das für Heißgetränke verwendete Kakaopulver. Vermischt mit heißer Milch und vielleicht gar versehen mit einer Schlagsahnehaube entsteht so ein Heißgetränk, das Leib und Seele wärmt.
Heißgetränk Kaffee: Muntermacher und Weltanschauung
Kaffee ist vielleicht das beliebteste Heißgetränk schlechthin, das aus gemahlenen Kaffeebohnen und heißem Wasser hergestellt wird. Seit seiner Entdeckung haben Züchter:innen immer wieder neue Sorten entwickelt, und Kaffeeliebhaber:innen auf der ganzen Welt haben zahlreiche kreative Variationen dieses Heißgetränks kreiert.
Ursprünglich stammt die Kaffeepflanze aus Ost-Afrika, vermutlich aus der Region des heutigen Äthiopiens. Durch den Sklavenhandel im 14. Jahrhundert gelangten die Pflanzen von dort in die arabischen Großreiche. Im 16. Jahrhundert eröffneten im Osmanischen Reich die ersten Kaffeehäuser.
In Europa verbreitete sich der Kaffee vor allem über den französischen Königshof im 17. Jahrhundert. Bald darauf folgten die ersten Kaffeehäuser wie zum Beispiel 1711 das Kaffeehaus „Zum Arabischen Coffe Baum“ in Leipzig. Mit der Kolonialzeit änderte sich der Kaffeemarkt grundlegend. Europäische Kolonialmächte begannen, in ihren Kolonien Kaffeeplantagen anzulegen, um unabhängig von arabischen Kaffeeimporten zu werden, und ließen sie von Sklaven bewirtschaften.
Noch heute sind viele der ehemaligen Kolonien klassische Kaffee-Anbauländer. Neben dem Ursprungsland Äthiopien gelten ansonsten Brasilien, Guatemala und Honduras als wichtigste Anbauregionen. Die Bohne aus der Kaffeekirsche wird getrocknet fermentiert und geröstet, anschließend frisch gemahlen und als aromatisches Heißgetränk zubereitet: Wahlweise mit Milch, Milchschaum, Sahne, und/oder Spirituosen, als Espresso, Filterkaffee, French Press, Mokka oder in welcher Variante auch immer: Bestelle erlesene Kaffeebohnen direkt online auf diebarista.com und freu dich auf eines der vielseitigsten Heißgetränke überhaupt!
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