Stripping-Methode: Alles auf einmal bei der Kaffeeernte

17. Jul 2025
Stripping-Methode: Alles auf einmal bei der Kaffeeernte

Stripping-Methode: Kaffeeernte zwischen Effizienz und Qualität

Der Weg von der Kaffeekirsche zum duftenden Kaffee in der Tasse beginnt auf den Plantagen – mit der Ernte. Die Qualität des späteren Kaffees wird maßgeblich durch die Anbaumethoden, aber auch durch die Art und Weise der Ernte beeinflusst. Dabei kommt es nicht nur darauf an, wann die Kirschen geerntet werden, sondern auch wie. Eine gängiges Verfahren, besonders bei großflächigem Anbau, ist die sogenannte Stripping-Methode. Diese steht für eine effiziente, aber weniger selektive Art der Kaffeeernte. Erfahre hier, was Stripping genau bedeutet, wie es durchgeführt wird und welche Vor- und Nachteile die Methode mit sich bringt. Außerdem findest du auf diebarista.com weiteres Kaffee-Wissen, alle Informationen über das Kaffee-Catering von Die Barista sowie exquisite Kaffeesorten zum Bestellen im Onlineshop: Komm doch mal vorbei!

 

Welche Methoden der Kaffeeernte gibt es?

Je nach Region, Beschaffenheit des Anbaugebiets sowie auch nach den gewählten Anbaukriterien kommen verschiedene Methoden der Kaffeeernte infrage. Grundsätzlich lassen sich drei Hauptmethoden der Kaffeeernte unterscheiden:

  • Picking (selektives Pflücken von Hand): Hierbei werden ausschließlich die reifen, roten Kaffeekirschen per Hand geerntet – eine besonders schonende Methode, die höchste Qualität garantiert.
  • Stripping-Methode (Abstreifen aller Kirschen): Dabei werden alle Kirschen eines Zweigs – unabhängig vom Reifegrad – gleichzeitig geerntet.
  • Maschinelle Ernte: Per Vibration oder Absaugung werden Kirschen großflächig von den Sträuchern gelöst. Diese Methode ist am wenigsten selektiv und kommt vor allem in flachen, maschinentauglichen Regionen wie Brasilien zum Einsatz.

Die Stripping-Methode steht dabei zwischen Picking und maschineller Ernte: schneller als das Picking, aber mit gewissen qualitativen Einbußen.

 

Was bedeutet Stripping – und wie funktioniert es?

Bei der Stripping-Methode werden alle Kaffeekirschen eines Zweiges mit einem Ruck abgezogen – entweder manuell mit der Hand oder mechanisch mithilfe von Maschinen. Dabei gleitet die Hand (oder ein Kammwerkzeug) entlang des Zweigs und reißt alle Kirschen – reife wie unreife – in ein untergelegtes Tuch oder Netz. Blätter und kleine Zweige fallen dabei ebenfalls mit ab. Das Prinzip der Stripping-Methode ist einfach: Der gesamte Fruchtstand wird in einem Arbeitsgang geerntet.

Die Stripping-Methode wird häufig in Ländern wie Brasilien oder Vietnam eingesetzt, wo große Flächen effizient bearbeitet werden müssen und Arbeitskräfte teuer oder knapp sind. Der Hauptvorteil der Stripping-Methode liegt in der Schnelligkeit und den geringeren Kosten im Vergleich zum Picking.

 

Stripping von Hand versus maschinelle Ernte

Bei der Stripping-Methode ist noch einmal zwischen manuellem Stripping und dem Einsatz von Maschinen zu unterscheiden. In bergigen Regionen, wo Maschinen kaum eingesetzt werden können, erfolgt die Kaffeeernte oft durch manuelles Stripping. Dies erfordert zwar körperliche Arbeit, ist aber schneller als selektives Picking. Bei der manuellen Stripping-Methode kommen manchmal einfache Hilfsmittel wie Kämme oder Ringe zum Einsatz, um den Abstreifprozess zu erleichtern.

Maschinelles Stripping hingegen wird bevorzugt in ebenen Lagen durchgeführt. Spezielle Erntemaschinen, die über die Kaffeereihen fahren, nutzen mechanische Rechen, um die Kirschen von den Ästen zu lösen. Das erhöht die Effizienz deutlich – birgt aber auch Risiken: Beim maschinellen Stripping werden die Pflanzen oft beschädigt, und es gelangen viele unreife oder beschädigte Kirschen in die Ernte.

 

Vorteile und Herausforderungen der Stripping-Methode im Überblick

Die Stripping-Methode hat bei der Kaffeeernte verschiedene – zumindest kurzfristige – wirtschaftliche Vorteile. Sie bringt jedoch auch einige Herausforderungen oder Probleme mit sich. Im Folgenden sind die Vor- und Nachteile der Stripping-Methode noch einmal kurz zusammengefasst:

Vorteile der Stripping-Methode:

  • Schnelligkeit: Große Mengen Kirschen können in kürzester Zeit geerntet werden.
  • Kosteneffizienz: Weniger Arbeitskräfte erforderlich, insbesondere bei maschinellem Einsatz.
  • Praktisch für große Flächen: Besonders bei gleichmäßig gereiften Plantagen nützlich.

Probleme der Stripping-Methode:

  • Geringere Qualität: Da beim Stripping auch unreife oder überreife Kirschen mitgeerntet werden, leidet die Qualität bzw. das Geschmacksprofil des Kaffees.
  • Höherer Sortieraufwand: Nach der Ernte müssen die Bohnen aufwendig sortiert werden. Schlechte Bohnen oder Pflanzenreste werden per Hand oder in technischen Anlagen entfernt.
  • Pflanzenschäden: Beim maschinellen Stripping können Äste, Blätter und sogar ganze Zweige beschädigt werden, was sich negativ auf die Erträge der folgenden Jahre auswirkt.
  • Umwelteinflüsse: Die maschinelle Stripping-Methode kann Bodenverdichtung und Verlust an Biodiversität begünstigen.

 

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